
DSGVO: Was Unternehmen jetzt wissen und
beachten müssen
Neuregelungen, Strafen & wie Sie Ihr Unternehmen absichern
Seit der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Jahr 2018 gelten in Europa strenge Regeln zum Schutz personenbezogener Daten. Ziel ist es, die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger zu wahren und Unternehmen zu einer transparenten und verantwortungsvollen Handhabung von Daten zu verpflichten. Auch 2026 bleibt die DSGVO ein zentrales Thema für Unternehmen aller Größenordnungen.
Warum gibt es die DSGVO?
Die Digitalisierung hat den Umgang mit personenbezogenen Daten drastisch vereinfacht – sei es bei der Erfassung, Speicherung oder Auswertung. Die DSGVO sorgt dafür, dass Unternehmen diese Daten transparent, sicher und im Einklang mit den Rechten der betroffenen Personen verarbeiten. Insbesondere für Unternehmen bedeutet das eine erhöhte Verantwortung in der Datenverarbeitung.
Was hat sich in 2026 geändert?
Der deutsche Gesetzgeber hat auch im Jahr 2026 neue Anforderungen eingeführt und bestehende Vorgaben weiter verschärft. Besonders betroffen sind Unternehmen, die digitale Dienste und Online-Marketing betreiben. Die wichtigsten Änderungen umfassen:
- Erweiterte Nachweis- und Dokumentationspflichten: Unternehmen müssen detailliert nachweisen können, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden, und diese Informationen regelmäßig aktualisieren.
- Strengere Cookie-Zustimmungen: Die Zustimmung der Nutzer zu Cookies und Tracking-Tools muss eindeutig und aktiv eingeholt werden. Voreingestellte Häkchen sind nicht mehr erlaubt.
- Regelmäßige Überprüfung von technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOMs): Unternehmen müssen ihre Datensicherheitsmaßnahmen regelmäßig überprüfen und nachweisen, dass sie den neuesten Standards entsprechen.
- Verschärfte Kontrollen bei Auftragsverarbeitungsverträgen (AVV): Die Anforderungen an die Verträge mit externen Dienstleistern werden strenger. Insbesondere bei Cloud-Anbietern oder Marketing-Dienstleistern müssen klare Regelungen zur Datensicherheit getroffen werden.
- Verstärkte Aufsicht bei Online-Marketing und Tracking: Wer beispielsweise auf Webseiten personenbezogene Daten erhebt oder Nutzerprofile erstellt, muss besonders sorgfältig vorgehen.
Für Unternehmen bedeutet das: Handlungsbedarf bei allen Bereichen, die personenbezogene Daten betreffen – besonders bei Websites, Newsletter-Tools, CRM-Systemen und anderen Tracking-Technologien.
Was droht Ihnen bei Verstößen?
Unternehmen, die gegen die DSGVO verstoßen, müssen mit schweren Konsequenzen rechnen:
- Bußgelder: Bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes – je nachdem, welcher Betrag höher ist.
- Abmahnungen: Mitbewerber oder Verbraucherzentralen können Unternehmen wegen DSGVO-Verstößen abmahnen und auf Unterlassung klagen.
- Vertrauensverlust: Datenschutzverstöße können das Vertrauen Ihrer Kunden erheblich schädigen und langfristige Imageverluste zur Folge haben.
Bereits kleinere Fehler, wie etwa unzureichende Datenschutzerklärungen, fehlerhafte Cookie-Banner oder unklare Verträge mit Dienstleistern, können zu rechtlichen und finanziellen Folgen führen.
Was Sie jetzt tun können
Um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen DSGVO-konform bleibt, empfehlen wir folgende Schritte:
- Rechtliche Prüfung Ihrer Webseite und Marketingmaßnahmen: Lassen Sie Ihre digitalen Angebote auf Einhaltung der DSGVO-Vorgaben überprüfen.
- Erstellung klarer und rechtssicherer Datenschutzerklärungen: Diese sollten transparent, einfach verständlich und stets aktuell sein.
- Einhaltung aller Pflichten im Bereich E-Mail-Marketing und Kontaktformulare: Vergewissern Sie sich, dass die Einwilligung für Marketingmaßnahmen aktiv eingeholt wird.
- Sichere Vertragsgestaltung mit externen Dienstleistern: Überprüfen Sie bestehende Auftragsverarbeitungsverträge und schließen Sie gegebenenfalls neue, den neuesten Anforderungen entsprechende Verträge ab.
- Schulungen für Mitarbeitende zum Thema Datenschutz: Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter und stellen Sie sicher, dass alle relevanten Datenschutzrichtlinien verstanden und eingehalten werden.
Nützliche Quellen:
Offizielle DSGVO-Infoseite der EU
BfDI – Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz
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Stand: 06.01.2026
